So ist der Unterricht der MTA Labor (MTLA) Ausbildung im Lette Verein Berlin inhaltlich aufgebaut
Die dreijährige Ausbildung findet modularisiert als theoretischer und praktischer Unterricht im Lette Verein Berlin statt. In den Laboratorien unserer Kooperationspartner*innen werden die Praktika/praktische Ausbildung durchgeführt.
Für unsere Lernenden gelten die Ferienzeiten des Landes Berlin.
Der theoretische und praktische Unterricht in den Skills-Labs
Im theoretischen Unterricht werden neben den berufsspezifischen Grundlagen der Hauptfächer auch berufsrelevante medizinische, technische und naturwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt. Die Module des Theorieunterrichts werden durch Onlinesequenzen unterstütz.
Diese Theoriemodule werden im praktischen Unterricht in den verschiedenen Skills Labs mit praktischer Handlungskompetenz zusammengeführt. Dieser Ausbildungsplan befähigt Absolvent*innen, professionell auf die ständige Veränderung des Berufsbildes durch die Entwicklung in der Medizin und der Biomedizin adäquat, flexibel und unter Abwägung von Handlungsalternativen zu reagieren.
Unsere 12 Skills Labs sind auf dem neuesten technischen Stand und werden laufend den Entwicklungen der Laboratoriumsdiagnostik angepasst. Jedes Labor verfügt über 15 Arbeitsplätze für Schüler*innen. Im Fachbereich der Hämatologie, Histologie/Zytologie und Mikrobiologie ist jeder Arbeitsplatz mit hochwertigen Mikroskopen ausgestattet. Das Training an modernden Analysenautomaten simuliert die zunehmende Automatisation und bildet die komplexen IT Prozesse der modernen Laboratoriumsdiagnostik ab. Die papierlosen Datenverarbeitung wir durch das Laborinformationssystem Swiss Lab gewährleistet. Unser Schwerpunktfach Molekularbiologie wird mit einem hohen Stundenanteil theoretisch und vor allem praktisch in einem 2018 neu ausgestatteten Skills Lab unterrichtet.
Die Hauptfächer:
1. Hämatologie
In der morphologischen Hämatologie werden Erkrankungen des Blutes durch Zählung und Differenzierung der Blutzellen erkannt. Hochmoderne Durchflusszytometer bestimmen Blutzellen quantitativ und qualitativ. Die Arbeit am Mikroskop ist unerläßlich. In der Immunhämatologie |Transfusionsmedizin werden Blutgruppenmerkmale ermittelt und die Verträglichkeit von Blutkonserven nachgewiesen. Untersuchungen zum Blutgerinnungssystem kommen in der Hämostaseologie zum Einsatz.
2. Histologie | Zytologie
Die Histologie ist die Wissenschaft von den verschiedenen Geweben des Körpers. Aus OP-Präparaten oder Biopsien werden sehr dünne Gewebeschnitte hergestellt und je nach Fragestellung mit speziellen Methoden angefärbt oder einzelne Zellen bzw. Zellstrukturen mit immunologischen Methoden dargestellt um eine Befunderstellung durch den Pathologen/ die Pathologin zu ermöglichen. Im Bereich der Zytologie | Zytodiagnostik werden nach speziellen Darstellungsmethoden die Zellen aus Abstrichen oder Punkteten beurteilt. So lassen sich Krebsvorstadien von entzündlichen Prozessen differenzieren, was ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung von Krebserkrankungen ist.
3. Klinische Chemie
Die Klinische Chemie beschäftigt sich mit der Untersuchung von Körperflüssigkeiten zur Erkennung von Stoffwechselstörungen und Organerkrankungen. Die angewendeten Untersuchungsverfahren umfassen klassische chemische Analysen sowie physikalische, immunologische und genanalytische Messverfahren. Hierbei spielt die Automation eine große Rolle. Neben der Routine- und Notfalldiagnostik gewinnt die Spezialanalytik zunehmend an Bedeutung, wie z.B. die der Tumormarker, Hormone, Drogen und anderer Gifte.
4. Mikrobiologie
In der Mikrobiologie werden mit Hilfe verschiedenster biochemischer, immunologischer, serologischer und molekularbiologischer Methoden humanpathogene Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten nachgewiesen. Neben der Anzucht und Differenzierung von humanpathogenen Bakterien und Pilzen ist die Empfindlichkeitsprüfungen insbesondere im Hinblick auf die Identifizierung von multiresistenten Erregern ein Schwerpunkt, um eine gezielte Therapie von Infektionskrankheiten zu ermöglichen .
5. Molekularbiologie
Die Molekularbiologie umfasst innovative Methoden, welche die Untersuchungsmöglichkeiten der vier Fachbereiche Hämatologie, Histologie | Zytologie, Klinische Chemie und Mikrobiologie erweitert. Die Molekularbiologie befasst sich mit der Struktur und Funktion von DNA, RNA und Proteinen. Wichtige Arbeitsfelder sind die Erforschung der Genexpression und Genregulation, um Krankheiten besser zu verstehen und die Wirkungsweise von Medikamenten zu verbessern. Die Entschlüsselung der genetischen Information von Mensch und Tier ermöglicht einen wesentlichen Einblick in die Evolution der Lebewesen. Molekularbiologische Methoden werden in der modernen biologischen und medizinischen Forschung angewandt, haben aber auch Einzug gehalten in die Kriminalistik und die Lebensmitteltechnologie. Die Palette der dabei angewendeten Methoden ist sehr umfangreich: PCR, Sequenzierung, Klonierungsversuche, Zellkulturen, Blot-Techniken, Proteinnachweise usw.
Weitere fachübergreifende Ausbildungsinhalte:
Anatomie, Berufskunde, Biologie, Chemie/Biochemie, EDV|Dokumentation, Erste Hilfe, Fachenglisch, Hygiene, Physiologie, Physik, Psychologie, Statistik
Die praktische Ausbildung in den Laboratorien unser Kooperationspartner*innen
Die dritte Säule neben Theorie und dem praktischen Unterricht bildet die praktische Ausbildung. Während der Ausbildung ist ein sechswöchiges Krankenhauspraktikum durchzuführen.
Neben dem Krankenhauspraktikum (sechs Wochen), wird durch uns für die Lernenden die praktische Ausbildung (fünf mal vier Wochen) bei unseren Kooperationspartner*innen individuell geplant und begleitet. Durch die Vielzahl und Vielfalt unserer Kooperationspartner*innen haben wir die Möglichkeit, allen Lernenden das breite Spektrum der Diagnostik erfahrbar zu machen.
Ein bereits absolviertes FSJ in einem Krankenhaus oder eine abgeschlossene Ausbildung als MTA, Hebamme, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, kann beim LAGeSo (andrea.gunder@lageso.berlin.de) kostenpflichtig auf Anrechung gepüft werden lassen.
Die Kooperationspartner*innen der praktischen Ausbildung:
- Apparategemeinschaft Labor GbR
- ATURO
- Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH Labor Berlin
- Berlin Institute of Health
- Caritas Klinik Pankow
- Charité Centrum für diagnostische und präventive Labormedizin
- Charité Institut für Tropenmedizin und international Gesundheit
- Diagnos MVZ GmbH
- DRK Kliniken Berlin Labormedizinisches Versorgungszentrum pro Patient
- Ev. Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow
- Fluentes Labor
- Gemeinschaftspraxis für Pathologie am Bundeswehrkrankenhaus
- Gemeinschaftspraxis für Pathologie an der Schlosspark-Klinik und an der Park-Klinik Weißensee
- Gemeinschaftspraxis für Pathologie Dres Gaul, Switala und Koch
- Gesundheitszentrum Brandenburg
- Helios Klinikum Emil von Behring
- Helios Klinikum Buch
- Hospital Laborverbund Brandenburg-Berlin GmbH
- Institut für Laboratoriumsmedizin Berlin, IfLB
- Institut für medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam
- Institut für Pathologie am evangelischen Waldkrankenhaus
- Institut für Pathologie, Dermatologie und Zytodiagnostik im Diagnostischen Zentrum Berlin
- Institut für Pathologie Königs Wusterhausen
- Institut für Pathologie Köpenick
- Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit
- Institut für Laboratoriumsmedizin im UKB
- Labor 28 GmbH
- Labor Berlin Charite Vivantes GmbH
- Labor Dr. Wisplinghoff
- Labor für Dermatopathologie, Nussbaum
- LaDR Laborzentrum an den Immanuel-Kliniken
- MIB Medizinisches Infektiologiezentrum Berlin
- MDI Limbach Berlin GbR
- MVZ im Fürstenberg Karree
- MVZ Alexianer am St. Hedwig-Krankenhaus
- MVZ Weißensee
- Park-Klinik-Diagnostiklabor GmbH
- Sanakliniken
- St. Gertrauden-Krankenhaus
- St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof GmbH -Pathologie
- St. Marien Krankenhaus
- SYNLAB MVZ
- SYNLAB Umweltlabor Berlin
- UKB
- Vivantes Klinikum Fachbereich Pathologie
- Zentrum für Transfusionsmedizin und Zelltherapie Berlin gGmbH
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